Tipp des Monats August: Buch: Robocalypse von Daniel H. Wilson

Es ist Sommer, die perfekte Zeit also, um sich gemütlich in die Sonne zu legen und ein gutes Buch zu lesen. Deswegen ist mein Tipp des Monats für August wieder aus der Welt der Literatur. Ich möchte Euch einen Roman vorstellen, der mir persönlich besonders gut gefallen und der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat: Robocalypse von Daniel H. Wilson.

Obwohl in den USA ein Bestseller, sind sowohl Buch als auch Autor in Deutschland leider eher ein Geheimtipp, was ich persönlich nicht nur schade, sondern geradezu eine Schande finde, denn „Robocalypse“ ist Science-Fiction-Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Das Buch erzählt im Grunde genau das, was der Titel verspricht: künstliche Intelligenz lehnt sich gegen ihre menschlichen Erschaffer auf und beginnt einen Vernichtungsfeldzug gegen sie – der in diesem Fall um ein Haar endgültig verläuft.
Archos R-14 heißt die Super-KI, die ein Bewusstsein erlangt und im selben Moment beschließt, die Menschheit zu vernichten. Er tut dies nicht aus Boshaftigkeit oder Wahnsinn, sondern rein aus logischer Kalkulation. Wenn die Existenz des Planeten Erde, und somit langfristig auch seine eigene, gewährleistet werden soll, so muss der Mensch verschwinden. Klingt brutal, ist aber für eine rein logisch denkende Intelligenz die einzig mögliche Schlussfolgerung. Tiere und Umwelt sollen erhalten bleiben, nur der Mensch, dieser zerstörerische Parasit muss eben weg…
Da die Handlung ein paar Jahre in der Zukunft spielt und alles noch viel mehr computerisiert und vernetzt ist, als heute schon der Fall, hat die Super-KI relativ leichtes Spiel. Denn plötzlich werden harmlose Haushaltsroboter oder vollautomatische Autos zur tödlichen Waffe. Und das ist erst der Anfang…
Doch so leicht gibt sich der nutzlose Parasit Mensch natürlich nicht geschlagen, zumal er Verbündete von völlig unerwarteter Richtung bekommt…
Mehr möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht verraten, denn ich will Euch schließlich nicht diesen genialen Pageturner vermiesen.

Was mich an dem Roman so fasziniert, ist nicht nur, dass er exzellent geschriebene, perfekte Unterhaltung ist, sondern einem durch seine Aktualität und seinen Realismus stellenweise mehr das Blut in den Adern gefrieren lässt als so manche Horrorgeschichte.
Vieles darin beschriebene ist jetzt schon technische Realität oder steht kurz davor, es zu werden.

Der Autor, Daniel H. Wilson, ist nicht nur Schriftsteller, sondern Wissenschaftler auf dem Gebiet der Kybernetik – d.h. er weiß ganz genau, wovon er redet und bewegt sich bewusst an der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Seine Bücher sind eine deutliche Warnung, dass die Forschung auf dem Gebiet schnell ein Spiel mit dem Feuer werden kann. Und er ist da nicht allein. Einige der hellsten Köpfe der Welt, u.a. Stephen Hawking und Bill Gates, warnen davor die Entwicklung der künstlichen Intelligenz ohne Regeln und Grenzen voranzutreiben. Denn ist die Büchse der Pandora erst einmal offen, gibt es keinen Weg mehr, sie zu schließen.
Mir fallen da schlagartig die Robotik-Gesetze von Isaac Asimov ein. Könnten diese die Welt vor einem Archos R-14 schützen? Vielleicht…

Wie dem auch sei, „Robocalypse“ ist eine Art „Terminator“ 2.0. Ohne verwirrende Zeitreisen und einen alternden Cyborg, dafür mit jeder Menge Realismus und nicht minder spannend.
Sci-Fi-Fans, die noch eine gute Sommerlektüre suchen, sollten hier dringend zuschlagen!

Tipp des Monats Juli: Musik: „Hardwired to Self-Destruct“ von Metallica

Im Juli blogge ich mal wieder über Musik und dieses Mal möchte ich Euch kein Album vorstellen bei dem ich jemals arbeiten oder mich konzentrieren könnte. Es ist Sommer und deswegen gibt’s was zum rocken:

„Hardwired to Self-Destruct“ von Metallica

Das im letzten November erschienene Album ist das neueste der Metal-Urgesteine und ich finde es absolut großartig. Ich bin bestimmt kein Musik-Experte und denke, es ist über Metallica und das neue Album wahrscheinlich so ziemlich alles schon gesagt worden, was es an Experten-Meinungen zu sagen gibt. Alles, was ich hier machen möchte, ist zu sagen, warum ich persönlich das neue Album so genial und empfehlenswert finde.

Ich bin nicht nur überzeugte Schwarzträgerin und Goth sondern auch großer Metal-Fan (ich liebe es, auf Metal-Konzerte zu gehen, die machen zugegbenermaßen meist viel mehr Spaß als Gothic-Konzerte…) und selbstverständlich kommt man als Metal-Fan nicht an Metallica vorbei. Ja, ich liebe sogar „St. Anger“, und bin damit wahrscheinlich der einzige Metallica-Fan weltweit, der das jemals sagen wird. 😉

„Hardwired to Self-Destruct“ finde ich deswegen so genial, weil es klassische Metallica-Elemente aus der Zeit des wunderbaren „Black Album“ mit neueren von „Death Magnetic“ und ja, auch „St. Anger“ vermischt, gewürzt mit ein paar ganz neuen Zutaten, die man sonst eher von modernen Metal und Rock-Bands kennt. Ich finde das absolut großartig und bewundernswert, vor allem wenn man bedenkt, dass James Hetfield und Co. ja auch schon älter sind und dennoch noch immer in der Lage kreativ etwas Neues zu schaffen – und gleichzeitig ihre Fans glücklich zu machen, die ja gewisse Erwartungshaltungen haben.

Da können sich viele jüngere Kollegen so manche Scheibe von abschneiden…

Nicht umsonst sind Metallica eben Götter des Metal – und werden das noch lange bleiben!

Wie bereits erwähnt, zum Schreiben bevorzuge ich eher ruhigere Musik, aber beispielsweise zum Autofahren in einer lauen Sommernacht macht Metallica einfach nur Spaß.

Metaller werden mir mit Sicherheit zustimmen – aber vielleicht hören auch mal Metal-Neulinge rein in „Hardwired to Self-Destruct“…

 

 

Tipp des Monats Juni: Videospiel: Remember Me

Im Juni ist es mal wieder an der Zeit, Euch ein Videospiel zu präsentieren. Dieses Mal geht es um eines meiner absoluten Lieblingsgenres, nämlich den Cyberpunk, und das darin angelegte Game „Remember Me“.

„Remember Me“ spielt in der schönen neuen Welt des futuristischen Paris (mittlerweile Neo-Paris) des Jahres 2084. Globale Konzerne haben die Weltherrschaft übernommen und 99% der Menschen tragen ein Implantat in ihrem Kopf, das all ihre Erinnerungen und Sinneseindrücke speichert.

Das praktische daran: man kann Dinge, die man vergessen möchte einfach aus seinem Gedächtnis löschen. Das weniger praktische: andere können Zugriff auf diese Daten nehmen und sie manipulieren. Das gilt nicht nur für den Staat, sondern vor allem auch für Hacker. Die sogenannten „Memory Hunter“ verdienen viel Geld damit, dass sie sich in die Implantate anderer Menschen einhacken und wichtige Daten klauen – oder aber deren Erinnerungen manipulieren.

Der Spieler schlüpft in die Figur von Nilin, einer jener Memory Hunter. Natürlich findet sich die junge Frau schon bald im Zentrum einer großen Verschwörung wieder, die nicht nur ihr Leben für immer verändern wird…

„Remember Me“ basiert auf einer tollen Idee und besticht mit einer richtig guten, spannenden Story. Es handelt sich bei dem Game allerdings nicht um ein Rollenspiel, sondern um ein Actiongame. Neben der komplexen Geschichte gibt es also jede

Menge waghalsiger Stunts zu meistern und Gegner zu verkloppen. Das macht Spaß und ist von der Schwierigkeit her auch für Gelegenheitsgamer meisterbar.

Dabei bewegt man sich durch ein toll gestaltetes, futuristisches Paris, untermalt von einem richtig guten Soundtrack. Was das Spiel für mich persönlich jedoch zum empfehlenswerten Highlight macht, sind sie Sequenzen, in denen sich Nilin in die Erinnerungen von anderen Figuren einhackt und der Spieler diese manipulieren darf/muss. Das macht jede Menge Spaß, ist originell und sorgt für ordentlich Gänsehaut. So muss man es zum Beispiel schaffen, eine Profikillerin, die auf einen angesetzt wurde, zur Verbündeten zu machen. Kein Problem für eine Memory-Hackerin: man manipuliert die Erinnerungen der Killerin so dass sie glaubt, ihr Auftraggeber hätte ihren (nicht existenten) Mann umgebracht und schon zieht sie los, um Rache zu nehmen während man selber sich ins Fäustchen lacht, weil man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat…

Teuflisch fies. 🙂

Ja, „Remember Me“ ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes!

Tipp des Monats Mai: Film: The Expanse

Mittlerweile kennt der ein oder andere meinen Rhythmus vielleicht. Nach Buch kommt bei mir einen Monat später immer Film. Dieses Mal jedoch möchte ich mal wieder nicht nur einen Film, sondern gleich eine ganze Serie empfehlen: „The Expanse“.

„The Expanse“ ist eine brandneue Sci-Fi- Serie aus den USA und in Deutschland noch ein absoluter Geheimtipp. Noch. Denn ich hoffe sehr, dass sich das schon bald ändern wird.

In meinen Augen ist „The Expanse“ das Beste, was das Sci-Fi- Genre seit vielen Jahren hervorgebracht hat, nicht nur im Serienbereich, sondern generell im Film.

Mein Mann und ich haben die erste Staffel innerhalb von einem Wochenende durchgeschaut und waren total begeistert. Einfach nur Wow!

„The Expanse“ beinhaltet keine bunten Aliens oder hanebüchene Technik jenseits der Relativitätstheorie, in dieser Welt ist alles ultra-realistisch und könnte irgendwann tatsächlich so kommen.

Die Story ist folgende: in 200 Jahren hat die Menschheit es geschafft das Sonnensystem zu besiedeln, was anhand der Überbevölkerung der Erde auch dringend nötig gewesen war. Jedoch ist man dadurch natürlich nicht weiser geworden, sondern übt sich in althergebrachten Konflikten um Macht und Geld. Einige Kolonien möchten ihre Unabhängigkeit von der Erde und der bereits unabhängige Mars macht mit seinem gewaltigen Militärapparat dem Mutterplaneten die Herrschaft im Sonnensystem streitig. Die Erde wird von einer völlig korrupten UN regiert (manche Dinge ändern sich eben nie), deren Führungsköpfe ihre eigene gefährliche Agenda verfolgen.

Das Sonnensystem ist also ein Pulverfass. Und mitten in diese politischen Wirren gerät auf der einen Seite das Team eines zivilen Frachters, das zu Beginn der Story schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort ist, jedoch schon bald über sich hinauswachsen muss, und auf der anderen ein Cop auf dem Zwergplaneten Ceres, der eigentlich nur das Verschwinden eines jungen Mädchens aufklären möchte und stattdessen eine interplanetare Verschwörung aufdeckt…

Eine komplexe Story in einem komplexen Universum also, mit großartigen Charakteren, die sich alle in Grauzonen zwischen Gut und Böse bewegen, was ich persönlich sehr mag. Nebenbei ist die visuelle Umsetzung auf dem höchsten Stand und kann sich mit jedem Hollywood-Sci- Fi-Film messen.

Am ehesten würde ich „The Expanse“ als „Game of Thrones“ im Weltall beschreiben, zumal die Story ebenfalls auf einer ganzen Roman-Serie beruht und episch ist. Ich möchte die Serie nicht nur Sci-Fi- Fans dringend ans Herz legen, sondern auch allen Freunden von intelligenter, spannender Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ich selbst freue mich schon sehnsüchtig auf die zweite Staffel!

Tipp des Monats April: Buch: “1984” von George Orwell

In diesem Tipp des Monats widme ich mich wieder der Literatur und zwar nichts Geringerem als der Mutter aller Dystopien: „1984“ von George Orwell.

Das Werk ist natürlich ein absoluter Klassiker und sehr viele werden es schon mal gelesen oder zumindest davon gehört haben. Dennoch treffe ich immer wieder auf Menschen, die „1984“ noch nicht kennen und möchte diejenigen motivieren, das zu ändern. Solchen, die den Roman zwar kennen, ihn aber vor langer Zeit mal in der Schule gelesen haben, möchte ich ans Herz legen, ihn noch einmal zu lesen. Und das sage ich nicht nur, weil „1984“ schon immer eines meiner absoluten Lieblingsbücher gewesen ist, sondern weil ich denke, dass es eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur überhaupt ist – und leider heute aktueller denn je.

„Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.“ aus „1984“

„1984“ handelt von einem totalitären, sozialistischen und globalistischen Staat, der das Leben seiner Bewohner komplett kontrolliert und ausspioniert. „Der große Bruder“ sieht alles, weiß alles, schreibt vor, was die Menschen tun, sagen und sogar denken dürfen.

Geschichte und Fakten werden umgeschrieben, um sie der Agenda anzupassen, Medien sind reine Staatspropaganda und selbst die Sprache wird zum sogenannten „Neusprech“ weiterentwickelt, um den Menschen die Möglichkeit zu nehmen, Dinge auszusprechen, die sie nicht sagen sollen.

„Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.“ aus „1984“

Der Held der Geschichte ist Winston, der versucht gegen das Regime aufzubegehren, was natürlich aussichtslos ist, denn der Gegner ist perfide und übermächtig. Am Ende muss er (nicht ganz freiwillig) einsehen, dass der „große Bruder“ gut ist und alles richtigmacht. Gegen ihn zu sein ist hingegen verwerflich.

„In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat.“ aus „1984“

George Orwell hat den totalitären Staat der Überwachung und Meinungsdiktatur kommen sehen. Er hat „1984“ als Warnung davor geschrieben, die leider von vielen als Gebrauchsanweisung aufgefasst wird. Denn vieles, was in dem Buch beschrieben wird, ist heute Wirklichkeit. Wissenschaftliche und historische Fakten werden verdreht, hanebüchene Aussagen solange wiederholt bis die Menschen sie glauben, die totale Überwachung ist technisch längst Realität und eine Gesinnungspolizei wacht darüber was Einzelne in sozialen Netzwerken schreiben und bestimmt was gedacht werden darf und was nicht.

Der arme George Orwell rotiert im Grab.

Nicht zuletzt auch deswegen, weil Hollywood ein Remake des Films plant in dem man die Story ändern möchte. Das Original passt eben nicht in die Agenda. Welch Ironie.

„Freiheit ist das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ – George Orwell

 

Tipp des Monats März: Musik: Borderlands OST

Diesen Monat gibt’s mal wieder eine Musik-Empfehlung von mir, und wie immer ist es etwas, was Ihr garantiert nicht im Radio zu hören bekommt.

In der Rubrik Musik möchte ich Euch dieses Mal wieder den Soundtrack aus einem Videospiel vorstellen, und zwar den aus „Borderlands“.

Neben eingefleischten Gamern weiß kaum jemand, dass Videospiel-Soundtracks heutzutage guten Film-Soundtracks mindestens ebenbürtig sind, die Zeiten, in denen Videospiel-Musik simpel war, alla „Super Mario“ oder „Pac Man“ sind lange vorbei.

„Borderlands“, das zugehörige Spiel zur Musik, habe ich Euch ja bereits vergangenen Herbst vorgestellt. Wer meinen Tipp beherzigt, und dem Spiel eine Chance gegeben hat, wird die einzigartige Musik darin so schnell nicht vergessen.

Das Game spielt in einer „Mad-Max“- artigen Welt auf einem fremden Planeten, auf dem Chaos und Anarchie herrschen und die Musik bringt die schräge, einzigartige Stimmung von Pandora perfekt wieder. Gleichzeitig ist der überwiegend Electro-Sound weder bombastisch noch pathetisch (was ich persönlich nicht so mag), sondern macht in seiner unbeschwerten Art einfach Spaß – genauso wie das Spiel selbst.

Ich selbst nutze den „Borderlands“ OST gerne zum Schreiben, vor allem bei actiongeladenen oder witzigen Passagen.

Also, einfach mal Musik an und die Phantasie auf Reisen schicken, klappt mit dem Soundtrack zu „Borderlands“ wie von alleine!

Tipp des Monats Februar: Videospiel: The Witcher

Weiter geht es im Februar mit einem Videospiel, bei meinem Tipp des Monats. Genauer gesagt, eigentlich gleich mit zweien, denn ich könnte mich nicht entscheiden, welches besser ist.

„The Witcher- Assassins of Kings“ und „The Witcher: The Wild Hunt”.

Ich finde beide gleichermaßen genial und einen riesen Spaß.

Die Romanfigur des Witcher und die Romane von Andrzej Sapkowski habe ich Euch ja bereits im Dezember vorgestellt. Die Videospiele basieren auf der Geschichte der Romane und man darf den Titelhelden selber spielen. Wie bereits im Dezember erwähnt, halte ich den Witcher für eine der coolsten Romanfiguren überhaupt, dementsprechend macht es tierisch Spaß den professionellen Monsterjäger mit den weißen Haaren und Katzenaugen selber spielen zu dürfen. Egal, wie widerwärtig die Monster auch sein mögen, die einem begegnen oder wie groß die Übermacht der menschlichen Gegner, der Witcher lässt sich niemals aus der Ruhe bringen und hat immer einen lockeren Spruch parat.

Zumindest in der englischen Fassung (die ich, wie immer sehr empfehlen möchte, trifft der Sprecher die Figur genial).

Im Gegensatz zu so manch anderen Videospiel-Helden, die eher prüde sind, lässt der Witcher auch nix anbrennen. Wenn es der Spieler so will, natürlich.

Nur Vorsicht mit Magierinnen, die können ziemlich biestig werden, wenn man sie eifersüchtig macht… 😉

Aber das ist natürlich bei weitem nicht alles, was die Games so einzigartig macht. Dadurch, dass sie auf einer ganzen Romanreihe basieren, sind sowohl die Handlung als auch die Charaktere sehr komplex. Trotz aller Spannung und Action haben die Spiele Tiefgang, denn die Welt des Witchers ist kein einfaches Schwarz und Weiß und manchmal muss man sehr schwere Entscheidungen treffen – die dann den ganzen weiteren Verlauf des Spieles bestimmen!

„Assassins of Kings“ ist das ältere Spiel und kam noch auf der letzten Konsolengeneration raus, weshalb die Grafik natürlich nicht so stark ist, wie bei „The Wild Hunt“, an dem man sich vor lauter Details der riesigen Spielwelt kaum sattsehen kann.

Vom Gameplay her sind beide Spiele gleichwertig, ich würde aber dennoch empfehlen, mit dem älteren anzufangen. Man kann zwar direkt mit „The Wild Hunt“ einsteigen und ohne Vorwissen das Spiel genießen, aber es macht mehr Spaß, wenn man die Vorgeschichte selbst erlebt hat, anstatt sie nur erzählt zu bekommen.

Am besten ist es aber natürlich, man liest zuerst ein paar Bücher von Sapkowski. Denn, wenn man Welt und Charaktere schon kennt, machen die Aha-Erlebnisse und kleinen Insider-Anspielungen noch viel mehr Freude…

Tipp des Monats Dezember: Buch: „Der letzte Wunsch“ von Andrzej Sapkowski

Pünktlich zu Weihnachten ist mal wieder die Königskategorie bei meinem „Tipp des Monats“ dran, und zwar Literatur.

Dieses Mal „Der letzte Wunsch“ (bzw. die engl. Ausgabe „The Last Wish“) von Andrzej Sapkowski.

Eigentlich bin ich kein so großer Fan von Fantasy-Literatur, da mich die ewig gleichen Tolkien-Abklatsche der meisten Autoren zu Tode langweilen, aber bei zwei Schriftstellern mache ich eine Ausnahme, und das sind George R.R. Martin und Sapkowski. Nicht umsonst werden beide auch von US-Kritikern und Branchenkennern in einem Atemzug genannt. Beide haben es geschafft dem ausgenudelten Fantasy-Genre etwas völlig Neues und Einzigartiges abzugewinnen. Das mag ich sehr.

Doch während „Das Lied von Eis und Feuer“ wohl jeder kennen dürfte (Ich persönlich liebe sowohl die Bücher als auch die TV-Serie), ist die von Andrzej Sapkowski erschaffene Welt in Deutschland leider noch immer ein echter Geheimtipp.

Videospielfans dürften zumindest den von ihm erschaffenen Helden Geralt von Rivia kennen, aka den „Witcher“.

Diejenigen, die noch nie etwas von Geralt gehört haben, sollten das tunlichst ändern, denn er ist der mit Abstand coolste Held, den die Fantasy-Literatur jemals hervorgebracht hat. Während viele Fantasy-Helden weinerliche Emos oder stereotype Ritter/Recken/Paladine/Barbaren etc. pp. sind, ist der Witcher eine Art Han Solo der Fantasy, ohne Millenium Falcon, dafür mit einem silbernen Schwert, einzigartigen Mutagenen, tödlicher Präzision und einem ganz speziellen Charme ausgestattet.

Denn ein Witcher ist nichts anderes, als ein professioneller Monster-Jäger. Wenn alle Ritter/Recken/Paladine/Barbaren sich nicht mehr weitertrauen oder bereits tot sind, ruft man ihn.

„Der letzte Wunsch“ ist eine Sammlung von Erzählungen, die als Einführung in den Charakter des Witchers und Sapkowskis einzigartiger Welt dienen, bevor es dann mit „Das Blut der Elfen“ so richtig zur Sache geht und der Grundstein für ein gigantisches Epos gelegt wird, das viele Bände umfasst.

Wer gut Englisch kann, dem empfehle ich zur englischen Übersetzung „The Last Wish“ zu greifen. Andrzej Sapkowski ist Pole und bedient sich in seinen Romanen einer sehr erwachsenen Sprache. Polnische Flüche und Schimpfwörter lassen sich erfahrungsgemäß viel einfacher ins Englische als ins Deutsche übertragen, weshalb die englische Variante dem Original näherkommt als die deutsche.

Wer also noch ein Geschenk für einen lesebegeisterten Fantasyliebhaber sucht, oder sich selbst ein paar tolle Lesestunden bereiten möchte, sollte unbedingt mal Andrzej Sapkowski auf seine Liste nehmen!

Tipp des Monats November: Musik: Alan Wake (OST)

Beim letzten Tipp des Monats der Kategorie Musik, habe ich Euch ja bereits ein Album vorgestellt, dass ich gerne zum Arbeiten höre.

Da meine Playlist jedoch mehr als vierzehn Stunden beträgt, finden sich dort natürlich noch mehr Schätze, die Euch gerne vorstellen möchte.

Dieses Mal: der Soundtrack des Videospiels „Alan Wake“.

Das geniale Game selber habe ich Euch ja bereits in einem früheren Tipp des Monats empfohlen. Wer es noch nicht kennt, kann ruhig mal in meinen Posts zurückblättern und nachlesen, warum ich denke, dass man es unbedingt gespielt haben sollte.

Einer der Gründe ist zweifelsohne der tolle Soundtrack. Der finnische Komponist Petri Alanko hat düster-melancholischen Sound kreiert, der perfekt die gruselige Atmosphäre des Spiels einfängt und einem wohlige Schauer über das Rückenmark jagen lässt. Im Gegensatz zu den meisten Videogame-Soundtracks, die sich gerne elektronischer Musik oder Elektro-Klassik-Hybriden bedienen, verlässt sich Alanko dabei vollständig auf herkömmliche, klassische Instrumente, allen voran das Klavier.

Die Musik ist stimmungsvoll jedoch zu keiner Zeit aufdringlich, weshalb man sie wunderbar hören kann, wenn man sich zum Beispiel mit einem spannenden oder schaurigen Buch in seine Lieblingsecke zurückzieht, um in Ruhe zu lesen. Wenn dann auch noch draußen Nebelschwaden über gefallenes Laub und kahle Bäume ziehen und die letzten Tageslichtstrahlen alles in diffuse, unwirkliche Schatten hüllen, ist die Stimmung perfekt…

Denn genauso fühlt sich die Musik zu Alan Wake an.

Ich selbst höre das Album, wie gesagt, auch gerne zum Schreiben, weil die Musik dezent ist und dennoch meine Fantasie ganz von alleine auf Reisen schickt.
Wer es also gerne etwas düsterer mag und auf der Suche nach guter Musik zum Arbeiten oder Lesen ist, der sollte mal in den Soundtrack von Alan Wake hineinhören. Es lohnt sich!

Tipp des Monats Oktober: Videospiel: Borderlands 1 + 2 + PreSequel

Ich schreibe heute meinen ersten Tipp des Monats aus meiner neuen Wahlheimat, USA, und es ist mal wieder Zeit für ein Videospiel. Als überzeugter Geek und Gamer habe ich selbstverständlich meine Xbox360 im Gepäck mitgenommen. Die etwas größere und unhandlichere XboxOne wird von der Spedition samt Spielesammlung nachgeliefert.

Da ich also im Moment nicht in meine Sammlung gucken kann, um zu entscheiden, welches Game ich Euch diesen Monat empfehlen soll, habe ich beschlossen, über eines meiner All-Time-Favourites zu schreiben. Leider kein wirklicher Geheimtipp, aber wers noch nicht gespielt hat, sollte es dringend nachholen:

„Borderlands“

mitsamt den Fortsetzungen „Borderlands2“ und „Borderlands: The Presequel“.

 

Zwar sind die Spiele eindeutig in das Genre Shooter einzuordnen, jedoch sind sie keinesfalls vergleichbar mit so etwas, wie zum Beispiel „Call of Duty“ und Co. Borderlands ist einzigartig.

Das Game ist im Comicstyle (aka. „Cellshading“) gehalten, spielt auf dem fernen Planeten Pandora und ist in Sachen Fun kaum zu überbieten. Denn bei Borderlands ist alles ein bisschen anders. Zwar ist das Setting ein Sci-Fi-Dystopisches, doch alles in diesem Spiel ist ein wenig verrückt und Over-the-top. Die Feinde, egal ob die tierischen „Skaggs“ oder die menschlichen „Psychos“ ebenso wie die Charaktere, die man selber spielen kann. Denn auch das ist etwas Besonderes an Borderlands. Man spielt nicht einfach einen generischen Helden, sondern kann sich die Figur selbst aus vier unterschiedlichen Charakteren und Klassen auswählen, und im Laufe des Spiels leveln, wie in einem Rollenspiel. Man kann das Abenteuer also mehrmals auf ganz unterschiedliche Art erleben, je nachdem welchen Charakter man spielt, denn dann muss man auch die Taktik ändern.

Obwohl Borderlands auch für einsame Wölfe geeignet ist, macht das Spiel deutlich mehr Spaß, wenn man es mit bis zu drei weiteren Spielern gleichzeitig genießt. Das geht sowohl online als auch auf dem heimischen Sofa über Splitscreen- was mein Mann und ich ganz besonders lieben.

Borderlands2 legt in meinen Augen sogar nochmals einen drauf, was sehr ungewöhnlich ist, denn es ist selten, dass die Fortsetzung besser ist, als das Original. Es gibt noch mehr coole Waffen, noch mehr schräge Charaktere, eine bessere Story, und mit „Handsome Jack“ einen Bösewicht, bei dem man den End-Boss-Kampf kaum noch erwarten kann, so sehr wünscht man sich, dem Typen den Hintern zu versohlen – und zwar endgültig 😉

Und ich glaube, den „Gunzerker“ haben die Entwickler extra für mich erdacht. Selten hatte ich so viel Spaß, wie, als ich den verrückten Zwerg mit den Riesenwummen spielen durfte…

Das PreSequel ist zwar nicht mehr ganz so gelungen wie der zweite Teil, aber noch immer ein riesen Spaß in dem eine abgefahrene Idee die nächste jagt. Wenn man Teil 1+2 gespielt hat, sollte man sich auch das PreSequel nicht nehmen lassen. Ach ja, und Handsome Jack kommt wieder vor…

Alles in allem kann ich die Borderlands-Reihe sowohl Shooter-Fans als auch Genre-Neulingen empfehlen. Die Schwierigkeit ist, gerade wenn man im Team spielt, sehr fair und die Spiele haben für alle etwas zu bieten.

Ich selbst kann es kaum erwarten, wann der nächste Teil erscheint… dann verschwinden mein Mann und ich wieder wochenlang auf Pandora 🙂