Tipp des Monats Mai: Film: The Expanse

Mittlerweile kennt der ein oder andere meinen Rhythmus vielleicht. Nach Buch kommt bei mir einen Monat später immer Film. Dieses Mal jedoch möchte ich mal wieder nicht nur einen Film, sondern gleich eine ganze Serie empfehlen: „The Expanse“.

„The Expanse“ ist eine brandneue Sci-Fi- Serie aus den USA und in Deutschland noch ein absoluter Geheimtipp. Noch. Denn ich hoffe sehr, dass sich das schon bald ändern wird.

In meinen Augen ist „The Expanse“ das Beste, was das Sci-Fi- Genre seit vielen Jahren hervorgebracht hat, nicht nur im Serienbereich, sondern generell im Film.

Mein Mann und ich haben die erste Staffel innerhalb von einem Wochenende durchgeschaut und waren total begeistert. Einfach nur Wow!

„The Expanse“ beinhaltet keine bunten Aliens oder hanebüchene Technik jenseits der Relativitätstheorie, in dieser Welt ist alles ultra-realistisch und könnte irgendwann tatsächlich so kommen.

Die Story ist folgende: in 200 Jahren hat die Menschheit es geschafft das Sonnensystem zu besiedeln, was anhand der Überbevölkerung der Erde auch dringend nötig gewesen war. Jedoch ist man dadurch natürlich nicht weiser geworden, sondern übt sich in althergebrachten Konflikten um Macht und Geld. Einige Kolonien möchten ihre Unabhängigkeit von der Erde und der bereits unabhängige Mars macht mit seinem gewaltigen Militärapparat dem Mutterplaneten die Herrschaft im Sonnensystem streitig. Die Erde wird von einer völlig korrupten UN regiert (manche Dinge ändern sich eben nie), deren Führungsköpfe ihre eigene gefährliche Agenda verfolgen.

Das Sonnensystem ist also ein Pulverfass. Und mitten in diese politischen Wirren gerät auf der einen Seite das Team eines zivilen Frachters, das zu Beginn der Story schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort ist, jedoch schon bald über sich hinauswachsen muss, und auf der anderen ein Cop auf dem Zwergplaneten Ceres, der eigentlich nur das Verschwinden eines jungen Mädchens aufklären möchte und stattdessen eine interplanetare Verschwörung aufdeckt…

Eine komplexe Story in einem komplexen Universum also, mit großartigen Charakteren, die sich alle in Grauzonen zwischen Gut und Böse bewegen, was ich persönlich sehr mag. Nebenbei ist die visuelle Umsetzung auf dem höchsten Stand und kann sich mit jedem Hollywood-Sci- Fi-Film messen.

Am ehesten würde ich „The Expanse“ als „Game of Thrones“ im Weltall beschreiben, zumal die Story ebenfalls auf einer ganzen Roman-Serie beruht und episch ist. Ich möchte die Serie nicht nur Sci-Fi- Fans dringend ans Herz legen, sondern auch allen Freunden von intelligenter, spannender Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ich selbst freue mich schon sehnsüchtig auf die zweite Staffel!