Tipp des Monats April: Buch: “1984” von George Orwell

In diesem Tipp des Monats widme ich mich wieder der Literatur und zwar nichts Geringerem als der Mutter aller Dystopien: „1984“ von George Orwell.

Das Werk ist natürlich ein absoluter Klassiker und sehr viele werden es schon mal gelesen oder zumindest davon gehört haben. Dennoch treffe ich immer wieder auf Menschen, die „1984“ noch nicht kennen und möchte diejenigen motivieren, das zu ändern. Solchen, die den Roman zwar kennen, ihn aber vor langer Zeit mal in der Schule gelesen haben, möchte ich ans Herz legen, ihn noch einmal zu lesen. Und das sage ich nicht nur, weil „1984“ schon immer eines meiner absoluten Lieblingsbücher gewesen ist, sondern weil ich denke, dass es eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur überhaupt ist – und leider heute aktueller denn je.

„Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.“ aus „1984“

„1984“ handelt von einem totalitären, sozialistischen und globalistischen Staat, der das Leben seiner Bewohner komplett kontrolliert und ausspioniert. „Der große Bruder“ sieht alles, weiß alles, schreibt vor, was die Menschen tun, sagen und sogar denken dürfen.

Geschichte und Fakten werden umgeschrieben, um sie der Agenda anzupassen, Medien sind reine Staatspropaganda und selbst die Sprache wird zum sogenannten „Neusprech“ weiterentwickelt, um den Menschen die Möglichkeit zu nehmen, Dinge auszusprechen, die sie nicht sagen sollen.

„Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.“ aus „1984“

Der Held der Geschichte ist Winston, der versucht gegen das Regime aufzubegehren, was natürlich aussichtslos ist, denn der Gegner ist perfide und übermächtig. Am Ende muss er (nicht ganz freiwillig) einsehen, dass der „große Bruder“ gut ist und alles richtigmacht. Gegen ihn zu sein ist hingegen verwerflich.

„In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat.“ aus „1984“

George Orwell hat den totalitären Staat der Überwachung und Meinungsdiktatur kommen sehen. Er hat „1984“ als Warnung davor geschrieben, die leider von vielen als Gebrauchsanweisung aufgefasst wird. Denn vieles, was in dem Buch beschrieben wird, ist heute Wirklichkeit. Wissenschaftliche und historische Fakten werden verdreht, hanebüchene Aussagen solange wiederholt bis die Menschen sie glauben, die totale Überwachung ist technisch längst Realität und eine Gesinnungspolizei wacht darüber was Einzelne in sozialen Netzwerken schreiben und bestimmt was gedacht werden darf und was nicht.

Der arme George Orwell rotiert im Grab.

Nicht zuletzt auch deswegen, weil Hollywood ein Remake des Films plant in dem man die Story ändern möchte. Das Original passt eben nicht in die Agenda. Welch Ironie.

„Freiheit ist das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ – George Orwell