Tipp des Monats September: Film: Ergo Proxy

Diesen Monat geht es nicht um einen Film, sondern gleich um eine ganze Serie, nämlich die japanische Anime-Serie „Ergo Proxy“.
Ich bin ein großer Fan japanischer Animes, jedoch nur der etwas düstereren, „erwachseneren“ Vertreter, wie „Ghost in the Shell“, „Appleseed“, „Akira“ oder „Deathnote“.
Doch in meinen Augen werden all diese Meisterwerke von „Ergo Proxy“ sogar noch übertroffen. Diese aus 23 Folgen bestehende Serie ist in Deutschland leider kaum bekannt und ein absoluter Geheimtipp, nicht nur für Anime-Liebhaber, sondern auch Fans von anspruchsvoller Sci-Fi, Cyberpunk, Film Noir und Gothik.
Kurzum, „Ergo Proxy“ ist schlicht einzigartig.

Die Geschichte ist in einer postapokalyptischen Zukunft angesiedelt. Die Erde ist weitestgehend unbewohnbar und die Menschen leben in riesigen, hochtechnisierten Kuppelstädten, die auf den ersten Blick wie das Paradies auf Erden sind – und auf den zweiten, totalitäre Systeme.
Um den Menschen das Leben einfacher zu machen, werden ihnen intelligente Androiden zur Seite gestellt, die jedoch auch dazu da sind, um sie besser kontrollieren zu können. Doch es läuft nicht mehr alles rund im Paradies, als immer mehr Androiden vom rätselhaften „Cogito-Virus“ befallen werden, das sie Bewusstsein erlangen und außer Kontrolle geraten lässt. Re-l, eine Kommissarin der Geheimpolizei soll die Sache aufklären, die sich jedoch schon bald als etwas viel Größeres entpuppt, als sie sich je hatte träumen lassen können…

Sehr viel mehr von der Handlung will ich eigentlich gar nicht verraten, Ihr sollt Euch schließlich selbst überraschen lassen.
Der Look der Serie erinnert an Film Noir und Blade Runner und was als Cyberpunk-Crime-Story beginnt, mündet – wie so oft bei japanischen Filmen und Serien- in ein nie dagewesenes Feuerwerk an abgefahrenen Ideen und übersprudelnder Kreativität.
Zudem bin ich hoffnungslos verliebt in die Hauptfigur, Re-l. Sie ist eine der besten Frauenfiguren, die ich kenne. Eine solch starke, stylische und extrem coole Heldin muss man in westlichen Filmen leider vergeblich suchen…
Zu guter Letzt ist auch die Introsequenz schon ein Kunstwerk an sich und sorgt mit einem wunderschönen Song des bei uns leider völlig unbekannten japanischen Sängers Monoral für Gänsehaut.

Genug gelabert. Die DVDs sind bei uns in Deutschland zwar leider etwas teuer (Tipp: über Amazon UK bestellen), aber absolut ihr Geld wert.
Wenn ich es mir recht überlege, denke ich, es wird Zeit mal wieder meine hervorzuholen und mir „Ergo Proxy“ mal wieder anzusehen … Ich bin dann mal weg!

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