Tipp des Monats März: Musik: „Aftershock“ von Motörhead

Mein Tipp des Monats März soll wieder der Musik gewidmet sein, und zwar keiner geringeren Band als Motörhead.

Das Ende des Jahres 2015 barg eine traurige Nachricht für alle Metal- und Hard-Rock-Fans, aber auch für die Musikwelt im Allgemeinen: Lemmy Killmister starb am 28.12.2015 an Krebs.

Da ich selbst ein großer Fan von Motörhead -und im speziellen Lemmy- bin, war sein Tod natürlich ein Schock für mich. Und auch jetzt, drei Monate später, ist in meinen Augen die Welt spürbar leiser geworden ohne ihn.
Aber Lemmy war eine Frohnatur, der sein Leben bis zum letzten Atemzug ausgekostet hat, und daher bin ich mir ziemlich sicher, dass er nicht wollen würde, dass man um seinetwillen Trübsal bläst. Er würde wollen, dass man stattdessen einen Whiskey trinkt, sein Leben genießt – und Motörhead sehr laut hört.

Das will ich also tun, und stelle hiermit eines meiner liebsten Alben der Band vor, nämlich Aftershock. Es ist das vorletzte Album von Motörhead, es ist laut, es ist krachig und es rockt! Entweder man liebt es oder eben nicht. (Lemmy wärs ziemlich schnuppe, wenn man´s nicht mag – Cheers!)
Ich persönlich finde es unter den vielen Alben von Motörhead besonders toll, weil ich die Band live auf Tour erleben durfte, als das Album frisch draußen war.
Es war im Münchner Zenith und wer es kennt, weiß, dass es eine ganz üble Konzert-Location ist. Es fasst mehrere tausend Leute und ist ein riesiger Schlauch. Jetzt bin ich mit meinen 1,72 m nicht gerade klein, aber der durchschnittliche Metaler ist um einiges größer und breiter, weshalb ich ständig hochhüpfen musste, um mehr zu sehen, als nur Lemmys Hut.
Zudem machte die Band ihrem Slogan „everything louder than everything else“ alle Ehre (Motörhead steht im Guinness Buch der Rekorde als lauteste Band der Welt) und trotz Ohrstöpsel, die ich auf sonstigen Konzerten normalerweise nicht brauche, summten meine Ohren noch Tage später „Ace of Spades“.
Für den Liebhaber von stiller Kammermusik mag meine Beschreibung vielleicht eher wie ein Alptraum klingen – ich fands absolut genial! Ich bin sehr froh, dass ich Motörhead noch live auf der Bühne erleben durfte und „Aftershock“ wird mich für immer dran erinnern.

Lemmy, wo immer Du auch bist – keep on rocking! Wir vermissen Dich.

P.S.
David Bowie kommt frisch im Himmel an und wird am Tor von Lemmy in Empfang genommen.
Sagt David: „Sag mal, muss man hier eigentlich immer diese lächerlichen weißen Kutten tragen?“
Darauf Lemmy: „Wenn das dein Problem ist – warte erst mal bis du die Bar gesehen hast!“