Star Wars Episode VII – Das Erwachen der Macht – Tipp des Monats Januar 2016

Zum Jahresanfang ist wieder ein Film dran, und dieses Mal möchte ich ausnahmsweise einen empfehlen, der kein Klassiker oder eine unbekannte Perle ist, sondern aktuell noch in den Kinos läuft: „Star Wars – Das Erwachen der Macht“.

Auch wenn nach der anfänglichen Euphorie, die Publikum und Kritiker gleichzeitig erfasste (was selten genug vorkommt!) mittlerweile die Nörgler und Miesmacher aus ihren Löchern hervorgekrochen kommen, die zwanghaft versuchen, etwas Schlechtes an dem Film hervorzuzaubern, ich persönlich bin total begeistert davon und finde „Star Wars VII“ ist das beste Popcornmovie, das ich seit Langem im Kino gesehen habe.

Ich bin ein großer „Star Wars“- Fan der alten Schule, seit ich als Kind die Ur-Trilogie gesehen habe (Episode 1-3 habe ich aus meinem Bewusstsein verdrängt und hoffe, sie waren nur ein böser Traum). Zwar habe ich mich wochenlang vor Darth Vader gefürchtet, doch die Filme begeisterten und inspirierten mich so sehr, dass ich unter anderem deswegen selbst mit meinem kreativen Schaffen angefangen habe.

Wie Millionen anderer Fans weltweit musste ich mehr als 30 Jahre warten, bis endlich eine Fortsetzung in die Kinos kam, die den Namen auch verdient.

Der neue Film hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen!

Allen Unkenrufen zum Trotz haben Disney und J.J. Abrams bei diesem Film alles richtiggemacht. Der Film atmet in jeder Sekunde den Geist der Urtrilogie, bietet spektakuläre Special Effects, die jedoch nie künstlich, sondern erfrischend „geerdet“ rüberkommen und schafft storytechnisch eine sehr geschickte Gratwanderung zwischen einer Hommage und einem Remake. So können sich sowohl alte als auch neue Fans an dem Film erfreuen.

George Lucas ist nach eigener Aussage übrigens weniger begeistert, der Film sei ihm zu retro und das möge er nicht – wenn der Mann, der Jar Jar Bings für eine gute Idee hielt so etwa sagt, so ist das glatt ein weiterer Grund, sich den Film anzusehen.

Aber mal ganz abgesehen davon, dass ich zweifelsohne ein Fangirl bin, finde ich sowohl die Urtrilogie als auch den aktuellen Film aus professioneller Sicht storytellingtechnisch wirklich faszinierend. Kaum eine Geschichte beherrscht die archetypische, universelle Erzählstruktur so par excellence wie Star Wars. Das lässt unter anderem auch den Erfolg erklären, denn eine so universelle Story versteht jeder Mensch, egal welchen kulturellen Backround er hat. Das klingt simpel, ist in der Praxis jedoch verdammt schwer umzusetzen und nur den allerwenigsten gelungen.

Trotz aller Nostalgie und Retro-Kunst ist der Film gleichzeitig auch ultra modern, allein schon aufgrund der Figurenkonstellation. Dass die Hauptfigur weiblich ist, ist heutzutage (Gottseidank!) keine Seltenheit mehr, aber dass es für die Story keinerlei Unterschied macht, ob die Hauptfigur weiblich oder männlich ist, leider schon. In „Das Erwachen der Macht“ ist das so, und es ist den Machern sehr hoch anzurechnen.

Was ich auf den Tod nicht ausstehen kann, sind Heldinnen, die sich doch in Wahrheit wünschen, Hausfrau und Mutter sein zu können – siehe Scarlett Johansons „Black Widow“ im letzten „Avengers“. Liebe Hollywood-Macher: Bitte in Zukunft weniger davon und mehr Rey!

Lange Rede, kurzer Sinn: Leute, schaut Euch diesen Film an! Er ist einfach großartig!

Und wer nach dem Film vor seinen Freunden angeben will, hier noch ein sogenanntes „Easter Egg“ für Euch: Daniel Craig hat einen Cameo-Auftritt als Stormtrooper, der nicht den Helm abnimmt. Und zwar ist er derjenige, den Rey dazu überredet, ihr die Fesseln abzunehmen. „Spectre“ wurde im Studio nebenan gedreht und als großer „Star Wars“-Fan hat Craig die Gunst der Stunde genutzt und ist in ein Stormtrooper-Kostüm geschlüpft. Wer würde das nicht?

Also, ab ins Kino – und möge die Macht mit Euch sein!

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