Deus Ex: Human Revolution Video Spiel – Tipp des Monats April

Tipp des Monats April

Videospiel: Deus Ex: Human Revolution

„Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“

Im April ist es zum ersten Mal Zeit, unter meiner Rubrik „Tipp des Monats“ ein Videospiel vorzustellen, und zwar „Deus Ex: Human Revolution“

Wer mich kennt, weiß, dass ich bereits seit meinem ersten C-64 in den 80er Jahren eine passionierte Gamerin bin. Waren es damals noch pixelige und meist wenig anspruchsvolle Titel (zumindest auf geistiger Ebene, denn für die Hand-Auge-Koordination waren die Spiele von damals durchaus fordernd!), so haben sich Games im Laufe der letzten 25 Jahre zu regelrechten Kunstwerken entwickelt. Natürlich nicht alle, denn nach wie vor gibt es viele hirnlose Vertreter, die einfach nur Spaß machen wollen – und es auch tun. Manche jedoch verfügen über eine erzählerische Tiefe und Finesse, die häufig sogar in Literatur und Film ihres gleichen suchen und dennoch jede Menge Spaß machen. Eine dieser Perlen ist in meinen Augen „Deus Ex: Human Revolution“. Es ist eines meiner absoluten Lieblings-Games und sowohl die Story als auch die einzigartige Ästhetik des Spiels haben mich nachhaltig für mein eigenes Schaffen inspiriert.

Die Geschichte ist in einer nahen, zum Teil futuristisch zum Teil dystopischen Zukunft angesiedelt. Der Held der Geschichte ist Adam Jensen, ein Cyborg wider Willen. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht mehr groß auf das Gameplay eingehen, denn das Spiel hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ist oft genug von Fachleuten besprochen worden. Deswegen will ich nur versuchen zu erklären, warum ich persönlich dieses Spiel so genial finde.

Abgesehen davon, dass es spannend ist und jede Menge Spaß macht, ist es die Geschichte und ihre philosophischen Hintergedanken, die mich gleichermaßen fasziniert und berührt hat. Es geht im Grunde ganz schlicht und ergreifend um die Frage des Menschseins und was uns als Menschen definiert. In der Zukunft, in der Deus Ex angesiedelt ist, sind die Implantat-Technologie und Kybernetik so weit vorangeschritten, dass jeder, der es sich leisten kann, seinen Körper beinahe unbegrenzt verbessern lassen kann, wie es im Spiel heißt „augmentieren“. Dabei stellt sich nicht nur die hochkomplexe Frage, wie lange man noch Mensch bleibt und wann man zur Maschine wird. Zudem wird der scheinbar unausweichliche Konflikt zwischen Cyborgs und “normalen”, nicht-augmentierten Menschen kongenial in Szene gesetzt. Am Ende muss der vom Spieler gesteuerte Held eine hochmoralische Entscheidung treffen, die es wirklich in sich hat.

Warum ich das Spiel empfehlen möchte:

Die Problematik Mensch/Maschine wurde schon in der Literatur, im Film und in anderen Games oft behandelt, doch nur bei den Wenigsten ist sie so eindringlich und gelungen wie in Deus Ex. Gleichzeitig macht das Spiel über viele Stunden jede Menge Spaß. Besser geht’s einfach nicht! Wer also nicht weiß, was er als nächstes zocken soll und „Deus Ex: Human Revolution“ noch nicht kennt: Schnell diese Lücke in der Sammlung schließen!

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