Downtime der Webseite am 23.04.2015 22.00

Aside

Liebe MUC-Leser und Besucher der Webseite,

am Donnerstag den 23.04.2015 wird diese Webseite um 22:00 Uhr in den Wartungsmodus gehen, damit wichtige Updates installiert werden können.

Die Wartung wird maximal 30 Minuten dauern und die Webseite wird zwischenzeitlich sporadisch nicht erreichbar sein.

Das Team von annamocikat.de entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.

Xiang

Zwar ist MUC mein offizielles Debüt als Schriftstellerin, doch das bedeutet nicht, dass ich nicht schon früher literarisch tätig war.
Für alle, die beim Stöbern zufällig auf den Roman „Xiang“ gestoßen sind, und sich gefragt haben, ob die Autorin dieselbe Anna Mocikat ist, die 2014 „MUC“ herausgebracht hat: ja, sie ist es.

„Xiang“ war mein erster Roman und geschrieben habe ich ihn bereits 2005. Leider ist es mir damals nicht gelungen, ihn einem Verlag schmackhaft zu machen und so verschwand „Xiang“ für viele Jahre in der virtuellen Schublade, bis mich schließlich mein Mann Chris 2011 dazu ermutigte, den Roman im Selfbulishing doch noch zu veröffentlichen. Deswegen ist „Xiang“ also bis heute über BoD als Printausgabe oder E-Book beziehbar.
Ich mag diesen Roman noch immer sehr, auch wenn ich mich seit damals schriftstellerisch weiterentwickelt habe. Wenn sich also jemand „Xiang“ kaufen und lesen will, so würde mich das sehr freuen – ebenso wie Feedback dazu.
Allerdings sollte man dabei bitte beachten, dass kein Lektor eines Verlages jemals über den Roman gegangen ist, weshalb der ein oder andere Tippfehler oder Wortwiederholungen darin zu finden sind. Ich bitte das zu entschuldigen!
Auch aus diesem Grund halte ich persönlich nichts von den Behauptungen, die so mancher heutzutage aufstellt, dass dank Selfpublishing doch keiner mehr Verlage bräuchte. In meinen Augen leisten Lektoren und andere Verlagsprofis nicht nur für den Schriftsteller sondern auch für den Leser zwar unsichtbare und doch unschätzbare Dienste.

Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, dass 2005, als „Xiang“ entstand, die starke Entwicklung von Social Media, Smartphones etc. noch nicht absehbar war, weshalb ich in dieser Zukunftsvision nicht darauf eingehe. Außerdem konnte sich damals kaum jemand vorstellen, dass eine so verheerende Wirtschaftskrise wie die von 2008, die Welt erschüttern könnte. Heute hat „Xiang“ dadurch eine Aktualität bekommen, die mich zuweilen selbst erschreckt hat. Wenn man sich anschaut, was in Griechenland den Menschen passiert ist, ist deren Realität von der in „Xiang“ gar nicht so weit entfernt. Ich hoffe, dass nicht noch mehr Dinge, die ich mir vor mehr als zehn Jahren ausgedacht habe, Wirklichkeit werden!

Last but not least: Der Held der Geschichte, Xiang, heißt eigentlich Christian. Der Zufall wollte es so, dass ich 2008 meinen jetzigen wundervollen Ehemann kennengelernt habe, der auch Christian heißt. Die Figur entstand also lange vorher und hat rein gar nichts mit dem Charakter meines Mannes zu tun.

Deus Ex: Human Revolution Video Spiel – Tipp des Monats April

Tipp des Monats April

Videospiel: Deus Ex: Human Revolution

„Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“

Im April ist es zum ersten Mal Zeit, unter meiner Rubrik „Tipp des Monats“ ein Videospiel vorzustellen, und zwar „Deus Ex: Human Revolution“

Wer mich kennt, weiß, dass ich bereits seit meinem ersten C-64 in den 80er Jahren eine passionierte Gamerin bin. Waren es damals noch pixelige und meist wenig anspruchsvolle Titel (zumindest auf geistiger Ebene, denn für die Hand-Auge-Koordination waren die Spiele von damals durchaus fordernd!), so haben sich Games im Laufe der letzten 25 Jahre zu regelrechten Kunstwerken entwickelt. Natürlich nicht alle, denn nach wie vor gibt es viele hirnlose Vertreter, die einfach nur Spaß machen wollen – und es auch tun. Manche jedoch verfügen über eine erzählerische Tiefe und Finesse, die häufig sogar in Literatur und Film ihres gleichen suchen und dennoch jede Menge Spaß machen. Eine dieser Perlen ist in meinen Augen „Deus Ex: Human Revolution“. Es ist eines meiner absoluten Lieblings-Games und sowohl die Story als auch die einzigartige Ästhetik des Spiels haben mich nachhaltig für mein eigenes Schaffen inspiriert.

Die Geschichte ist in einer nahen, zum Teil futuristisch zum Teil dystopischen Zukunft angesiedelt. Der Held der Geschichte ist Adam Jensen, ein Cyborg wider Willen. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht mehr groß auf das Gameplay eingehen, denn das Spiel hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ist oft genug von Fachleuten besprochen worden. Deswegen will ich nur versuchen zu erklären, warum ich persönlich dieses Spiel so genial finde.

Abgesehen davon, dass es spannend ist und jede Menge Spaß macht, ist es die Geschichte und ihre philosophischen Hintergedanken, die mich gleichermaßen fasziniert und berührt hat. Es geht im Grunde ganz schlicht und ergreifend um die Frage des Menschseins und was uns als Menschen definiert. In der Zukunft, in der Deus Ex angesiedelt ist, sind die Implantat-Technologie und Kybernetik so weit vorangeschritten, dass jeder, der es sich leisten kann, seinen Körper beinahe unbegrenzt verbessern lassen kann, wie es im Spiel heißt „augmentieren“. Dabei stellt sich nicht nur die hochkomplexe Frage, wie lange man noch Mensch bleibt und wann man zur Maschine wird. Zudem wird der scheinbar unausweichliche Konflikt zwischen Cyborgs und “normalen”, nicht-augmentierten Menschen kongenial in Szene gesetzt. Am Ende muss der vom Spieler gesteuerte Held eine hochmoralische Entscheidung treffen, die es wirklich in sich hat.

Warum ich das Spiel empfehlen möchte:

Die Problematik Mensch/Maschine wurde schon in der Literatur, im Film und in anderen Games oft behandelt, doch nur bei den Wenigsten ist sie so eindringlich und gelungen wie in Deus Ex. Gleichzeitig macht das Spiel über viele Stunden jede Menge Spaß. Besser geht’s einfach nicht! Wer also nicht weiß, was er als nächstes zocken soll und „Deus Ex: Human Revolution“ noch nicht kennt: Schnell diese Lücke in der Sammlung schließen!