Ghost in the Shell – BlueRay – Tipp des Monats März

„Ghost in the Shell“

Anime von Mamoru Oshii nach dem Manga von Masamune Shirow

„Philosophie meets Action“

Wahrscheinlich kennen die meisten diesen Film, oder haben zumindest schon davon gehört, weshalb ich gar nicht groß auf den Inhalt eingehen möchte. In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Kybernetik so weit vorangeschritten, dass Menschen und Maschinen nahezu miteinander verschmolzen sind. Die temporeiche Handlung spielt in einer düsteren, futuristischen Großstadt, die dystopisch angehaucht ist, wie bei vielen japanischen Vertretern des Genres üblich. Dabei jagt die amazonenhafte Cyborg-Lady Motoko den rätselhaften Puppetmaster während sie über ihre eigene Existenz und die Frage nach dem Menschsein sinniert.

Ich liebe einfach alles an „Ghost in the Shell“.

Kaum ein Film hat mein eigenes künstlerisches Schaffen so geprägt, wie dieser. Während meiner Studentenzeit hing jahrelang das Filmposter in meinem Zimmer. Die düstere, ernste Science-Fiction-Atmosphäre hat mich schon immer sehr angesprochen und fasziniert und die visuelle Technik war im Jahre 1995 wegweisend (Ja, es ist kaum zu glauben, aber dieses Meisterwerk feiert dieses Jahr seinen 20. Geburtstag und ist somit offiziell ein Klassiker!). Die Story ist trotz der relativ kurzen Laufzeit so tiefgründig und vielschichtig, dass ich viele Aspekte als Jugendliche gar nicht richtig verstehen konnte. Erst jetzt, da ich mich ausgiebig mit asiatischem Storytelling und Buddhismus beschäftigt habe, bin ich in der Lage, alle Facetten von „Ghost in the Shell“ zu begreifen. Mein Traum ist es, irgendwann einen Roman schreiben zu dürfen, der in einem ähnlichen Setting angesiedelt ist.

Warum ich den Film empfehlen möchte:

Wer Science-Fiction liebt und „Ghost in the Shell“ noch nicht gesehen hat, dem möchte ich es dringend ans Herz legen, das nachzuholen. Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, dass Action, Spannung, visuelle Ästhetik und intellektueller Anspruch wunderbar miteinander harmonieren können. Ich wünschte, heutige Regisseure könnten sich daran ein Beispiel nehmen.

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