Über mich

Noch bevor ich anfing zu schreiben, drehte ich erste Filme. Schon als Kind hatte ich ein sehr visuelles Vorstellungsvermögen und nachdem sich meine Eltern in den 80ern eine damals state-of-the-art Videokamera gekauft hatten, die noch mit VHS-Kassetten gespeist wurde, dauerte es nicht lange, und Freunde und Nachbarskinder mussten als Darsteller für meine ersten Filme herhalten. Diese „Meisterwerke der Filmkunst“ entsprachen zwar nie dem, was ich mir eigentlich vorgestellt hatte, aber es machte großen Spaß sie zu drehen!

Mit 14 bekam ich dann zum ersten Mal einen Stephen-King-Roman in die Hände, gruselte mich zwar fast zu Tode, aber seine einzigartige Art zu erzählen inspirierte mich so sehr, dass ich kurz darauf anfing, erste Kurzgeschichten zu schreiben, aus denen im Laufe der Zeit auch Novellen wurden. Noch heute ist Stephen King mein Lieblingsautor und ich würde mir sehr wünschen, eines Tages so gut zu werden wie er.

Nach dem Abitur beschloss ich, etwas „vernünftiges“ zu machen, startete also ein Studium und eine journalistische Ausbildung. Doch schon bald stellte ich fest, dass meine Stärke weniger im Berichten von Fakten lag, als im Erfinden von Geschichten. Ich bekam ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München und studierte dort Drehbuchschreiben. Im Anschluss schrieb, drehte und produzierte ich mit einer eigenen kleinen Produktionsfirma ein paar Kurzfilme, die sogar auf nationalen und internationalen Filmfestivals Preise und Beachtung bekamen. Nebenbei arbeitete ich als Drehbuchautorin für diverse Produktionsfirmen und Sender.

Nach ein paar Jahren merkte ich jedoch, dass mir die deutsche Filmlandschaft niemals die Möglichkeit bieten würde, die Geschichten zu erzählen, die ich wirklich erzählen wollte. Also wechselte ich in die Videospielbranche um als Gamewriter zu arbeiten. Da die Videospielbranche storytelling-technisch jedoch (zumindest in Deutschland) noch in den Kinderschuhen steckt, beschloss ich, eine Auszeit zu nehmen und mich endlich daran zu wagen, meinen Jugendtraum wahrzumachen und einen Roman zu schreiben. Hier also ist MUC.

Sonstiges:
Ich lebe mit meinem Mann Christian und meinen zwei Hunden in der Nähe von München auf dem Land. Hier habe ich meine zum Schreiben benötigte Ruhe, bin aber trotzdem schnell genug in der Stadt.

Ich bin ein Bücherwurm, überzeugter Filmnerd und Sereinjunkie, außerdem liebe ich Videospiele. Am liebsten zocken mein Mann und ich gemeinsam vor unserer Konsole – Shooter, Rollenspiele, Survival-Horror, oder was gerade aktuell ist. Gerne lasse ich mich von Videospielen fürs Schreiben inspirieren.

Neben meinem Mann, meinen Hunden und meiner Familie ist meine große Liebe Thailand. Wir fahren jedes Jahr für mehrere Wochen hin und entdecken jedes Mal etwas Neues. Außerdem lernen wir in unserer Freizeit Thai. Das macht sehr viel Spaß, ist aber auch höllisch schwer.

Natürlich gibt es über mich noch mehr zu erzählen, interessantes und auch weniger interessantes. Das wichtigste aber ist: Ich sitze täglich am Schreibtisch und versinke in den Welten in meinem Kopf. Wenn das Resultat meinen Lesern ein paar vergnügliche Stunden bereiten kann, so macht mich das glücklich!

Der Weg zu MUC

Ich mochte schon immer Geschichten, die postapokalyptische Szenarien zum Inhalt hatten. Die meisten dieser Romane, Filme und Videospiele haben New York oder andere amerikanische Metropolen als Schauplatz, ganz selten auch London oder Australien. Dabei würde die Apokalypse wohl kaum vor Landesgrenzen halt machen.Als ich die Story zu MUC entwickelte, versuchte ich mir vorzustellen, wie ein postapokalyptisches München und das Voralpenland wohl aussehen würden.

MUC spielt mehr als hundert Jahre in der Zukunft. Eine Katastrophe hat die Menschheit soweit dezimiert, dass nur etwa zwei Prozent überleben konnten. Daraufhin hat sich die Natur den Planeten zurückgeholt, dschungelartige Wälder haben sich ausgebreitet, wilde Tiere durchstreifen das Land. Der Mensch ist in dieser Welt nur noch ein Fremdkörper.

Dieses Setting in meiner Heimat München und dem Voralpenland anzusiedeln, gab mir die spannende Möglichkeit, etwas Vertrautes auf völlig neue Art zu beschreiben. Ich hatte sehr viel Spaß dabei und hoffe, diejenigen die mein Buch lesen, haben ihn auch!

MUC ist ein Endzeitroman aber auch eine Abenteuergeschichte und eine Heldenreise zu sich selbst. Für mich ist MUC aber auch einfach ein postapokalyptischer Heimatroman.

MUC Teaser

»München, 2120« »Zerstörte Häuser« »Absperrungen aus Autowracks« »Müll und Dreck in den Straßen« »Zertrümmerte Glasfassaden« »Skelette in der U-Bahn« »Ein Gefängnis im Gasteig« »Ein Turm der Frauenkirche – eingestürzt« »Ein Ort ohne Mitleid«

Schon als kleines Mädchen träumte Pia von der sagenumwobenen Stadt MUC, die irgendwo nördlich ihres abgeschiedenen Alpendorfes liegen soll. Jetzt, als Erwachsene, erträgt sie die Enge und Borniertheit ihrer Heimat nicht mehr und macht sich auf den Weg in die legendäre Stadt. Doch die dschungelartige Wildnis, in die sich das Alpenvorland nach der großen Katastrophe vor 100 Jahren verwandelt hat, ist gefährlich. Und auch MUC selbst entpuppt sich nicht als das Paradies, das Pia sich vorgestellt hat.

Anna Mocikat bei Droemer und Knauer

Katalog zum Download (Link auf den Katalog auf der Droemer und Knauer Webseite)